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Rhinozerosse landen Big Point gegen Roller Bulls

Die Rhine River Rhinos haben am 17. Spieltag der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) einen wichtigen Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten aus dem ostbelgischen St. Vith eingefahren. Die Kurstädter gewannen in einer lautstarken und gut gefüllten Sporthalle Klarenthal mit 79:44 (13:14, 30:25, 61:27). Ausschlaggebend für den Erfolg war eine tolle Moral, ein geschlossene Mannschaftsleistung sowie ein phänomenales drittes Viertel (31:2), in dem die Hausherren die Gäste mit einer starken Pressverteidigung regelrecht an die Wand spielten.

Direkt nach dem Schlusspfiff im Wiesbadener Klarenthal brachte Rhinos-Dirigent Sven Eckhardt nicht nur das Match, sondern auch die letzten Wochen auf den Punkt: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass Sie in dieser Form definitiv ein Play-off-Team ist“. Nach einem turbulenten Saisonstart mit fünf Niederlagen in Serien und jeder Menge Heimniederlagen, rafften sich die Dickhäuter - trotz demoralisierender Nackenschläge in der eigenen und des Gegners Halle – auf, um das Blatt in der aktuellen Bundesliga-Spielzeit zu wenden. Der Sieg gegen die Roller Bulls brachte nicht nur den dritten Erfolg in Serie in eigener Halle, sondern auch zwei ganz wichtige Punkte für ein mögliche Teilnahme in den Play-downs. Doch der Reihe nach.

Die Gastgeber starteten über ein 4:0 und 6:2 (3. Min) ordentlich in die Partie. Wie schon in den letzten Begegnungen waren es die Big Man der Rhinos, André Hopp und Matthias Güntner, die die Abwehrreihen des Gegners durcheinanderwirbelten und für mächtig Unruhe sorgten. Nach und nach stellten sich die belgischen Gäste auf das Spiel der Rhinos ein, um mit einer hauchdünnen Führung (13:14) in die zweiten zehn Minuten zu starten.

Im zweiten Viertel (17:11) nahmen die Hessen Anlauf, um nach der Halbzeit (30:25) richtig aufzudrehen. Mit einer aggressiven Pressverteidigung setzten die Rhinozerosse die Bulls mächtig unter Druck, die es das eine oder andere Mal nicht schafften, den Ball binnen der geforderten acht Sekunden über die Mittellinie zu befördern. Ein Turnover des Tabellenvorletzten reihte sich an den nächsten. Ballverluste, die die Rhinos eiskalt und konsequent in Punkte ummünzten. Sage und schreibe neun Minuten lang gönnten Hopp, Amacher & Co. dem Gast keinen Korberfolg. Das Resultat: Ein unglaublicher 29:0-Run der Rhinos, der das ganze Potenzial des Teams aufblitzen ließ. Statt einen Gang runter zu schalten, gaben die Dickhäuter weiter Gas um das Viertel mit 31:2 rekordverdächtig für sich zu entscheiden. Ein Lauf, der die Zuschauer, darunter knapp 50 Spieler und Fans der Wiesbaden Phantoms, verzückte und von den Sitzen riss. Auch Headcoach Sven Eckhardt war nach der Leistung im dritten Viertel und einem Auslaufen im vierten Spielabschnitt (18:17) restlos begeistert: „Nach so einem Spiel, in dem wir unsere aktuelle Formstärke untermauert haben, können wir sehr zufrieden sein. Die taktischen Mittel haben funktioniert und wir haben ein gigantisches 3. Viertel gespielt. Die Ausgangslage für die Play-offs ist leider nicht optimal für uns. Wir sind zwar noch Tabellensechster, aber München hat die bessere Ausgangssituation für den letzten Spieltag. Solange die Chance besteht, dass wir uns qualifizieren können, werden wir kämpfen und dafür arbeiten, den Tabellenplatz zu halten.“

Sollten die Rhinos in der Play-down-Runde antreten müssen, werden die Punkte in die Abstiegsrunde mitgenommen, die die Dickhäuter gegen die anderen Play-down-Teilnehmer eingefahren haben. Da sowohl die RBC Köln 99ers als auch die Roller Bulls Ostbelgien bereits als Teilnehmer eben jener Abstiegsrunde feststehen, starten die Hessen definitiv mit 8-Pluspunkten in besagte Runde. Zwei weitere Punkte nehmen die Wiesbadener aus den Partien gegen die RBB München Iguanas bzw. den BSC Rollers Zwickau mit. Beide Mannschaften sind mögliche Play-down-Teilnehmer. Ergo: Die Rhine River Rhinos würden mit einem 10-Punkte-Polster in die Play-downs starten.

Statistik:

Viertelergebnisse: 13:14 | 17:11 | 31:2 | 18:17
Scorer: Hopp (27), Güntner (15), Amacher (13), Malsy (10), Schorp (6), Mohnen (4), Beissert (2), Spitz (2), Mayer

 

Pressemeldung-Spielbericht-RhineRiverRhinos
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