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Niederlage beim Deutschen Meister - Rhinos haben das Nachsehen bei den RSB Thuringia Bulls

Am 10. Spieltag der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) haben die Rhine River Rhinos

die von vielen Experten prognostizierte Niederlage beim Champions-League-Sieger aus

Elxleben kassiert. Die Kurstädter unterlagen bei den RSB Thuringia Bulls mit 39:87 (7:22,

17:44, 21:66). Gute Anfangsminuten und ein passables viertes Viertel (18:21) reichten nicht,

um den amtierenden Deutschen Meister in irgendeiner Form in Bedrängnis zu bringen.

Eine knappe Minute benötigte der ungeschlagene Tabellenführer der RBBL, um mit einem 3-
Punkte-Wurf von Paralympics-Sieger Jake Williams in Führung zu gehen. Ein weiterer
Freiwurftreffer des U.S.-Boys sowie die ersten Rhinos-Punkte durch André Hopp (2. Min),
stellten das zwischenzeitliche 2:4 aus Sicht der Hessen her. Ein 6:0-Run der Bulls zum 2:12
(4. Min) wurde von fünf weiteren André-Hopp-Punkten in Folge zum 7:12 gekontert. Danach
kam fast ausschließlich die von Michael Engel trainierte Equipe zum Zug. Keinen einzigen
Rhinos-Punkt erlaubten die Elxlebener dem Gast vom Rhein. Dem nicht genug, netzten sie
zehn Punkte in Folge zum Viertelendstand von 7:22 ein.
Auch das zweite Viertel brachte kaum Erleichterung für die Rhinos, die, wie im Hinspiel, auf
Marina Mohnen verzichten mussten. Die Weltmeisterschaftsdritte pausierte – nach
Rücksprache mit dem Headcoach - aufgrund von Rückenproblemen. Schnell zogen die
Hausherren auf 7:29 (14. Min.) davon, ehe Marvin Malsy die ersten Zähler für die Gäste per
3-Punkte-Wurf einnetzte (10:29). Davon unbeeindruckt spulten die Thüringer ihr Spiel ab, um
mit einem 27-Punkte-Vorsprung zum Pausentee zu rollen.
„Wir müssen das Match abhaken und uns auf die nächsten, für uns wirklich wichtigen Spiele
fokussieren“, ließ es sich Manager Korder nach dem Schlusspfiff an der Osterlange
entlocken. Ein in Worte gepackter Haken, den die Dickhäuter insbesondere ans dritte Viertel
machen mussten; ging dieses doch mehr als deutlich mit 4:22 verloren. Eine kleines „Viertel-
Waterloo“, dem die Rhinos - trotz 45-Punkte-Rückstand – in den letzten zehn Minuten
(18:21), ein solides Auftreten folgen ließen. Trotz der 39:87-Niederlage im Landkreis
Sömmerda, bliesen Manager Korder und Trainer Eckhardt kein Trübsal.
Manager Mirko Korder: „Wir sind richtig gut ins Spiel gestartet. Ein Beginn auf Augenhöhe.
Mitte des ersten Viertel haben wir dann den Faden verloren, was sich in den nächsten
Minuten auch nicht gebessert hat. Schlimmer noch, wir haben den Zugriff aufs Match
komplett verloren. Thüringen hat das als Spitzenmannschaft eiskalt ausgenutzt und uns
unter Druck gesetzt – insbesondere in der Offense. Die Defense war übers ganze Spiel
betrachtet solide. Thüringen hat es die letzten Jahre geschafft, eine Mannschaft zu formen,
die nahezu durchweg mit einigen der weltbesten Spielern besetzt ist. Ein Team, das
untereinander hervorragend harmoniert. Zudem haben Sie es geschafft, diesen
Ausnahmekader über die letzte Saison hinweg zusammenzuhalten. Gegen eine derartige
Topmannschaft in dieser Höhe zu verlieren, ist keine Schande. Natürlich hätten wir das Spiel
gerne enger gestaltet und ganz objektiv gesehen, sehe ich unser junges Team auch in der
Lage dazu. Wenn es uns ebenso gelingt, diese jungen und talentierten Rhinos
zusammenzuhalten, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir irgendwann auch mal einer
Mannschaft wie Thüringen Paroli bieten können.“
Trainer Sven Eckhardt: „Wir sind toll ins Spiel gestartet, konnten aber nachdem die Bulls
den Druck erhöht haben, nicht dagegenhalten. Alles in allem war das nicht unser bester Tag,
und wir konnten nicht an die Leistung der letzten beiden Partien anknüpfen. Die wichtigen
Spiele kommen aber erst noch. Darauf werden wir hintrainieren und -arbeiten.“
Kapitän Maurice Amacher: „Wie erwartet waren die Bulls eine Nummer zu groß. Persönlich
hatte ich mir mehr vom Spiel erhofft. Vor allem in der Offense hätten wir, mit ein bisschen
mehr Köpfchen und Teamplay, besser mithalten können und den einen oder anderen Korb
mehr erzielt. Die kommende Woche wird wichtig für uns. Ich erwarte, dass jeder 100% im
Training gibt und konzentriert bei der Sache ist, so dass wir uns optimal auf die noch zwei
anstehende Spiele in diesem Jahr vorbereiten.“


Statistik:
Viertelergebnisse: 7:22 | 10:22 | 4:22 | 18:21
Scorer: Malsy (12), Güntner (9), Beissert (8), Hopp (7), Amacher (3), Mayer, Schorp, Spitz
Trefferquote: Wiesbaden (17/48 | 35%) – Elxleben (31/35 | 53%)
Rebounds: & Turnover: Wiesbaden (36 | 13) – Elxleben (34 | 8)

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