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DRS Pokal: Rhine River Rhinos ziehen nach Nailbiter in die nächste Runde

Für die erste Runde des DRS Pokal ging es für die Rhine River Rhinos nach Köln. In der Vierergruppe warteten zunächst die Roller Bulls Ostbelgien und im Anschluss der Sieger aus der Partie RBC Köln 99ers 3 gegen die Baskets 96 Rahden auf die Dickhäuter.

Das erste Spiel sollte zunächst nicht ganz nach Plan unseres Trainers Sven Eckhardt laufen. Nach dem grandiosen Sieg im Ligaspiel, wollte er selbstverständlich an diese Stärken anknüpfen. Eigene Nervosität und der Wille der Roller Bulls diesmal siegreich vom Parkett zu gehen, machten das Spiel schwierig und für den eigenen Geschmack viel zu eng. Lediglich Kapitän Maurice Amacher behielt die Nerven und  steuerte allein im ersten Viertel 15 Punkte zu der 17:10 Führung bei.

Im zweiten Viertel waren die Rhinos dann endgültig vom Pech verfolgt. Die Würfe wollten einfach den Weg in die Reuse nicht finden während die Roller Bulls sich kontinuierlich weiter heran kämpften. Nach einem unglücklichen Sturz von Marvin Malsy, bei dem er sich an der Hand verletzte, verloren die Dickhäuter zudem auch deutlich an Rotationsmöglichkeiten. So ging es mit einem hauchdünnen 30:28 Vorsprung in die Kabine.

Zurück aus der Pause gelang es zwar immer wieder sich mit einigen Punkten abzusetzen, die Roller Bulls fanden jedoch weiterhin zu oft einfache Räume, um sich zurück zu kämpfen. Eine desolate Freiwurfquote (4/16) war nur noch das i-Tüpfelchen des Dilemmas, in dem die Rhine River Rhinos in diesem Moment steckten.

Erst im letzten Viertel fanden die Dickhäuter zu ihren Stärken zurück. Vor allem André, Matthias und Gijs erspielten sich immer wieder tolle Positionen und konnten so den Sieg sichern. Mit 62:56 ging das Spiel an die Rhinos. „So wirklich zufrieden kann ich mit dem Spiel nicht sein. Wir haben es nicht geschafft in unser Spiel zu finden und viele einfache Punkte liegen lassen. So mussten wir uns diesen ersten Sieg leider erkämpfen und hier schon alle Kräfte in die Waagschale werfen. Dennoch hat die Mannschaft Charakter erwiesen und gezeigt, dass sie in der Lage ist auch in schwierigen Situationen zu bestehen“, kommentierte Trainer Sven Eckhardt das erste Spiel.

Mit nur kurzer Verschnaufpause warteten dann die Baskets 96 Rahden. Die Aufsteiger konnten sich bisher deutlich in der Liga beweisen und auch die bisherige Spiele gegen die Rhinos für sich entscheiden. Es hieß also nochmals eine deutliche Schippe drauf zu legen, um weiter im Pokal zu bleiben.

Deutlich konzentrierter starteten die Rhine River Rhinos ins zweite Spiel, das sich schnell zu einem Krimi auf Augenhöhe entwickelte. Während vor allem Krzysztof Bandura und Mustafa Korkmaz für Rahden punkteten, ließen sich die Dickhäuter nicht abschütteln und erspielten sich so nach 10 Minuten mit 21:22 eine erste hauchdünne Führung.

Kleinere Schwächephasen seitens der Dickhäuter - mit nur 8 Spielern und dem ersten Spiel ohne Pause auf dem Buckel - verschafften Rahden eine leichte Oberhand im zweiten Viertel. 43:39 lautete der Spielstand zum Pausentee.

Zurück aus der Kabine funktionierte die Defense ganz nach Plan von Trainer Sven Eckhardt. Kontinuierlich kämpften sich die Dickhäuter mit neuen Kraftreserven weiter voran und ließen zeitgleich die Würfe des Gegners nur schwer zu. Dennoch konnte Rahden sich mit 58:50 ein kleines Polster aufbauen.

Im letzten Viertel aktivierten die Rhinos dann noch einmal alle Kraftreserven. Das Trio Amacher, Güntner und Even drehten noch einmal so richtig auf und arbeitete sich so Punkt für Punkt zurück. Kurz vor Schluss gelang dann der erste Ausgleich - 68:68. Dann - 39 Sekunden vor Schluss die Erlösung durch Matthias Güntner: 72:70! Während die Fans den Atem anhielten, entbrannte auf dem Feld ein letzter Kampf, bei dem die Rhinos die Oberhand behalten konnten und jubelnd den Einzug in die nächste Runde feiern durften.

„Ich bin einfach total stolz auf meine Mannschaft, die heute auch unserem Claim "You can't stop a running  Rhino", alle Ehre gemacht hat. Die beiden Spiele haben uns physisch sowie mental alles abverlangt, nur durch eine geschossene Teamleistung konnten wir uns schließlich durchsetzen und für das Viertelfinale qualifizieren. Jetzt genießen wir erstmal das Ergebnis, bedanken uns sowohl bei den Roller Bulls als auch den Baskets 96 Rahden für die spannenden Spiele auf Augenhöhe und freuen uns auf die Auslosung der Viertelfinales. In unserer Vereinsgeschichte haben wir es noch nie geschafft uns für das DRS Pokal Final Four zu qualifizieren, wird höchste Zeit daran was zu ändern,“ kommentiert Manager Mirko Korder den Spieltag. Gijs Even resümiert: „Das erste Spiel war hart umkämpft. Die Roller Bulls haben die Zone dicht gemacht und wir trafen unsere Würfe von draußen nicht wirklich. Aber durch harte Arbeit und ein gutes Teamplay haben wir uns Wege eröffnet um zu punkten und am Ende den längeren Atem gehabt. Die zweite Partie ging dann gegen Rahden, die wir als starken Gegner kennen, bei dem einige meiner holländischen Kollegen spielen. Von der ersten Minute an war es ein enges Spiel, bei dem das Ergebnis hin und her ging. Wir haben fast das ganze Spiel immer knapp zurück gelegen, bis im letzten Viertel endlich unsere Defense funktionierte und wir uns zu einem Unentschieden kämpfen konnten. Am Ende haben wir einen knappen, aber wichtigen Sieg feiern können.“

Für die Rhinos spielten und punkteten: Maurice Amacher (29|16 Punkte), Gijs Even (19|23), Matthias Güntner (6|15), Andre Hopp (4|4), Nicola Damiano (2|4), Jim Palmer (2|6), Svenja Mayer (0|4),  Patrick de Boer und Marvin Malsy.

Am 15. Dezember um 16 Uhr geht es im Pokal Viertelfinale für die Rhine River Rhinos in der August-Bebel-Halle in Wetzlar gegen den RSV Lahn-Dill.

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Foto: Steffie Wunderl|Zur freien Verwendung

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