Unser Botschafter Hartmut Volle

Tatort-Schauspieler Hartmut Volle ist Botschafter der IFB-Stiftung. Der vielseitige Mime ist als Chef der Spurensicherung Horst Jordan im saarländischen Tatort zu sehen. Am 01.06.2017 kommt der in Frankfurt lebende Künstler mit dem Spielfilm „Die Reste meines Lebens“ an der Seite von Ulrike Kriener in die deutschen Kinos.

Hartmut Volle hat viele Gesichter. Er ist vielseitig, engagiert und optimistisch, obwohl ihm und seiner Familie das Schicksal übel mitgespielt hat. Vor fünf Jahren verunglückte sein damals 18-jähriger Sohn Max so schwer, dass er seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt ist. „Das hat uns mit solch einer Wucht aus der Bahn geworfen“, sagt er. Es sind extreme Momente, die das Schauspieler-Paar Hartmut Volle und Andrea Wolf mit ihren beiden Kindern Nina und Max durchlebten. „Schlagartig ist nichts mehr, wie es einmal war.“ Sein Blick auf das Leben veränderte sich. „Mir ist meine Zeit jetzt zu wertvoll, meine Kraft zu wertvoll“, sagt er kurz nach dem Unfall in einem Interview. Der schwere Schicksalsschlag trifft die Familie nicht nur emotional schwer, sondern auch finanziell. Die andauernden Reha-Maßnahmen des Sohnes kosten Geld.

Durch einen glücklichen Zufall lernte er die Wiesbadener IFB-Stiftung und die vielen Einrichtungen kennen und schätzen und wurde ihr Botschafter. „Es wird immer viel über Inklusion geredet und wenn es darauf ankommt, ist nur heiße Luft dahinter“, sagt Volle. Diese Erfahrung habe sein Sohn immer wieder machen müssen, bis er auf die IFB-Stiftung aufmerksam wurde. Dort wird sein Max im Herbst eine Ausbildung als Marketingkaufmann machen und hoffentlich zukünftig ein selbstbestimmtes Leben führen. „Endlich gibt es für ihn und uns eine hoffnungsvolle Perspektive. Wir sind sehr zuversichtlich und glücklich. Ich freue mich sehr, diese Einrichtung ehrenamtlich zu unterstützen.“

Aufgewachsen ist Hartmut Volle als Sohn eines Pfarrers und sieben Geschwister in Schwaben. Nach einem Soziologie-Studium in Bielefeld folgte eine Schreinerlehre bevor er Anfang der 80er Jahre eine private Schauspielausbildung in Berlin absolvierte. Seit 1984 arbeitet er als Schauspieler für Film, Fernsehen und Theater. Während der Schreiner-Lehre kam er mit der Hand in die Säge und verlor mehrere Finger. Doch Hartmut Volle ist und bleibt ein Optimist und trotzt dem Schicksal. „Mein #Handicap ist fast schon zu meinem Markenzeichen geworden. In meiner Tatort-Rolle Hort Jordan mache ich darüber öfters Witze und mit dem Klavierspielen klappt es auch noch gut.“


Foto: IFB-Botschafter Hartmut Volle im Garten mit Tatort-Drehbuch
© Bernd Kammerer

 



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