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Fotos:  Silvia Bergmann, Abdruck honorarfrei –
1. Habida Fleischlig beobachtet konzentriert die Bühnenprobe und wartet auf ihren Einsatz.
2. „Sich bewegen und tanzen kann jeder“, betont Priska Janssens, als Leiterin des Jugendreferats des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden verantwortlich für das stadtweite Projekt move@2014, links im Bild. „Wir finden für jeden Mitwirkenden die Rolle, die er übernehmen kann und möchte.“

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Tanzen kann jeder

Klienten mit Behinderung von Zuhause Mobil wirken bei move@2014 mit / Theater als Wegbereiter für Inklusion / Premiere am 5. Juli

Wiesbaden, 1. Juli 2014. Unter Federführung des Jugendreferats des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden feiert am 5. Juli ein Bühnenkunstwerk Premiere, bei dem insgesamt 250 Menschen mit und ohne Behinderung aus Wiesbaden und Umgebung mitwirken. Die IFB-Stiftung ist einer der Kooperationspartner des Projekts. Auch Klienten der IFB-Tochter Zuhause Mobile Betreuung wirken bei move@2014 mit.

Tanzen ist ihre Leidenschaft

„Zuhause, beim Putzen“, antwortet Habida Fleischlig auf die Frage, bei welcher Gelegenheit sie am liebsten tanzt. Die 43-Jährige lebt mit ihrem Mann Thomas in einer barrierefreien Wohnung der zur IFB-Stiftung gehörenden Gemeinnützigen Zuhause GmbH in Schlangenbad-Georgenborn. Sie ist geistig beeinträchtigt und wird von der Gemeinnützigen Zuhause Mobil GmbH bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützt. Zu welchem Lied sie im Moment am liebsten tanzt, kann Habida Fleischlig nicht sagen, sie kennt weder den Titel noch den Interpreten. Aber sie kann die Melodie summen, schwingt die Hüften im Takt und strahlt. Keine Frage, der Interpret ist Pharrell Williams und sein Lied heißt nicht nur „Happy“, es macht auch happy.

Von dem Theaterprojekt move@2014 hat Habida Fleischlig zufällig erfahren. „In unserem Idsteiner Regionalbüro lag ein Flyer des Staatstheaters aus. Es wurden damals Mitwirkende in den Bereichen Komposition, Bühnenbild und Tanz gesucht“, erinnert sich Tanja Liebrecht, Betreuerin bei Zuhaue Mobil im Rheingau-Taunus-Kreis. „Ich habe gleich gedacht, Tanz, das ist doch was für Habida“. Fleischlig gehört zur offenen Tanzgruppe, die gut 20 Teilnehmer umfasst und seit Februar einzelne Tanzchoreographien proben.

Am 14. Juni haben sich alle Gruppen zur Bühnenprobe im Staatstheater getroffen und die Einzelszenen zu einer Gesamtchoreografie zusammengefügt. „Erst die Kinder, dann wir“, sagt Fleischlig und meint den Ablauf der Bühnenprobe. Die Probe ihrer Gruppe startet an diesem Tag um halb drei, nachdem die Schulgruppen durch sind. Ja, aufgeregt sei sie vor der Premiere, sagt Fleischlig. Die Bühne sei so groß und es sei schwierig, den Einsatz nicht zu verpassen. Der Premiere am 5. Juli fiebert Habida Fleischlig schon heute entgegen. Dann tanzen „alle zusammen, das muss passen“.

Auch Menschen mit Behinderung finden ihre Rolle

Auch wenn Habida Fleischlig einen mobilen Eindruck macht, ist sie auf Hilfe angewiesen. „Alleine Bus fahren kann Habida nicht, das würde sie überfordern. Entweder fährt ihr Mann mit oder wir organisieren einen Fahrer von Zuhause Mobil, der sie zu den Proben fährt und wieder abholt“, erklärt Liebrecht. Trotz ihrer Beeinträchtigung fühlt sich Fleischlig wohl bei der Tanzgruppe. „Sich bewegen und tanzen kann jeder“, betont Priska Janssens, als Leiterin des Jugendreferats des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden verantwortlich für das stadtweite Projekt move@2014. „Wir finden einerseits für jeden Mitwirkenden die Rolle, die er übernehmen kann und möchte. Andererseits erleben unsere Teilnehmer, dass wir nur dann ein gelungenes Werk auf die Bühne bringen können, wenn alle zusammenarbeiten, wenn jeder seinen Teil zum Erfolg beiträgt.“ Auch die Mitwirkenden mit Beeinträchtigung seien gefordert und müssten Verantwortung übernehmen – und dürften am Ende stolz auf ihre Leistung sein.

„Dass Habida eine klare Aufgabe hat und diese auch bewältigen kann, stärkt ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein“, sagt die Betreuerin von Zuhause Mobil. „Der Erfolg ist wichtig für sie, dass sie Teil eines Ganzen ist und mit all ihren Fähigkeiten und Stärken wahr- und ernst genommen wird, ist ein großer Motivationsschub für ihre weiter Entwicklung“, so Liebrecht.

„Wiesbaden macht Theater – Eine Stadt in Bewegung“ lautet das Motto von move@school, das nach 2006, 2008 und 2011 unter der Überschrift „Inklusion kreativ gelebt“ in diesem Jahr zum vierten Mal stattfindet.

move@2014 ist ein Projekt des Staatstheaters Wiesbaden in Kooperation mit EVIM Gemeinnützige Behindertenhilfe GmbH, EVIM Gemeinnützige Bildung GmbH EVIM, IFB Inklusion durch Förderung und Betreuung e. V./IFB-Stiftung und Vitos Rheingau gemeinnützige GmbH mit Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Wiesbaden und der Streckerstiftung Mainz.

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Kontakt für Interessierte:

Gemeinnützige Zuhause Mobil GmbH, Regionalbüro Rheingau-Taunus-Kreis
Gerichtsstraße 5, 65510 Idstein
Matthias Sieverding, Leiter
Telefon:     06126 / 58 44 67
Fax:          06126 / 95 85 667
E-Mail:      mobile-betreuung-rtk@ifb-stiftung.de

Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Priska Janssens, Leiterin Jugendreferat
Christian-Zais-Str. 3
65189 Wiesbaden
Telefon:    0611.132 270
E-Mail:     jugendreferat@staatstheater-wiesbaden.de

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Kontakt für Medien:

IFB-Stiftung
Silvia Bergmann, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit
Storchenallee 2
65201 Wiesbaden
Telefon:    0611 18283-00611 18283-0
Telefax:    0611 40809929
E-Mail:     presse@ifb-stiftung.de

Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Lucia Zimmermann, Pressereferat
Christian-Zais-Str. 3
65189 Wiesbaden
Telefon:     0611 132 3290611 132 329
Telefax     0611-132 307
E-Mail:     pressereferat@staatstheater-wiesbaden.de

 

Hintergrund:
IFB Inklusion durch Förderung und Betreuung e.V., IFB-Stiftung – www.ifb- stiftung.de

Seit 1959 ist es das Ziel der gemeinnützigen Organisation IFB Inklusion durch Förderung und Betreuung e.V., die Lebensbedingungen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in jeder Lebensphase zu verbessern.

„So viel Selbstbestimmung wie möglich, so viel Betreuung wie nötig“, so der Leitgedanke der Organisation, die Menschen im Alter von null bis 100 unterstützt. Ursprünglich als private Elterninitiative in Wiesbaden gegründet, begleitet, unterstützt und fördert die Organisation IFB heute rund  1 500 Betroffene und ihre Angehörigen.

IFB: Känguru – Zuhause – JOB – Rhinos – Hospizium – Löwenmut – Ehrenamt

In insgesamt sieben Bereiche gliedern sich die unterschiedlichen Leistungen – je Lebensphase und Alter der Klientinnen und Klienten. „Känguru“ setzt bei der Frühförderung von Kindern im Säuglingsalter an und unterstützt Familien, in denen ein Kind oder Jugendlicher mit Handicap lebt. Bei „Zuhause“ werden Menschen mit Behinderung betreut, die in den eigenen vier Wänden bzw. von ihren Eltern oder Angehörigen unabhängig und selbstbestimmt leben möchten, aber auf Pflege und/oder Betreuung angewiesen sind. Die Gemeinnützige JOB GmbH gibt Menschen mit Handicap eine berufliche Perspektive und der Sportbereich „Rhinos“ tut dies in sportlicher Hinsicht. In der letzten Lebensphase steht „Hospizium“ mit den Bereichen ADVENA und „Känguru – Der Hospizbereich für schwerstkranke junge Menschen“ Betroffenen und Angehörigen zur Seite. „Löwenmut“ fasst die IFB-Leistungen außerhalb Deutschlands zusammen – aktuell fokussieren sich die Aktivitäten auf das Kinderhospiz Löwenmut in Klipriver nahe Johannesburg (Südafrika). Alle Bereiche werden von „Ehrenamt“ unterstützt – aktuell sind etwa 250 Freiwillige für die oben genannten IFB-Töchter und Engagements tätig.

Die Organisation IFB beschäftigt über 800 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 40 Einrichtungen in Wiesbaden und Umgebung, im Rheingau-Taunus-Kreis, im Main-Taunus-Kreis, im Landkreis Limburg- Weilburg, in Leipzig und in Klipriver (Südafrika). Sie ist weltanschaulich unabhängig und gemeinnützig. Geleitet wird die gemeinnützige Organisation von Wolfgang Groh.

Weitere Informationen:

Facebook: https://www.facebook.com/pages/IFB- Stiftung/213314848714181
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Twitter: @IFBeV

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V.i.S.d.P. IFB Inklusion durch Förderung und Betreuung e.V., Wolfgang Groh, Vorstandsvorsitzender

 



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