Christian Groh  Bild aus dem Archiv

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Seit 1959 gelebte Inklusion

Aus einem Elternverein erwächst ein mittelständisches Unternehmen

Karlheinz Groh ist spastisch gelähmt, sprachbehindert und in allen Bereichen seines Lebens konstant auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Heute lebt der inzwischen über 60-Jährige in einer eigenen Wohnung, genießt sein Leben als aktiver Rentner und blickt zurück auf die wohl beispiellose Entwicklung der IFB-Stiftung Inklusion durch Förderung und Betreuung vom kleinen Elternverein hin zu einem mittelständischen, national und international agierendem sozialen Netzwerk.

Im Jahre 1959 löste Herr Christian Groh die Frage, wie sein behinderter Sohn eine Schulbildung erhalten könnte, indem er eine Wanderlehrerin engagierte, die Karlheinz und weitere Kinder mit Behinderung zu Hause beschulte. 

"Ich stand vor einer Frage und fand die Antwort", sagt Christian Groh lächelnd. Diese Herangehensweise, nämlich zielgerichtet Lösungen für ganz spezifische Anforderungen an das Leben und den Alltag für und mit behinderten Menschen zu finden, ist der rote Faden, der sich von der Gründung einer kleinen Elterninitiative im Jahr 1959 über mehr als 50 Jahre bis hin zur heutigen IFB-Stiftung zieht.

So, wie auch Karlheinz den Kinderschuhen entwuchs, flügge und dann erwachsen wurde, wuchs auch die IFB. Heute umfasst die Stiftung, deren operative Geschäfte Herr Wolfgang Groh im Jahre 1986 von seinem Vater übernahm, sieben ganz unterschiedliche Arbeitsfelder.

"Einerseits sind wir so etwas wie ein wachstumsorientiertes, mittelständisches Unternehmen", charakterisiert Wolfgang Groh die IFB, "auf der anderen Seite sind wir noch immer ein engagierter Elternverein – der allerdings groß geworden ist. Mit dieser Kombination aus geradlinigem Unternehmertum und herzlichem menschlichen Engagement konnten wir schon vielen Menschen helfen, ein selbstbestimmteres, selbstbewussteres Leben zu führen. In dieser Form Verantwortung für andere zu übernehmen halte ich für eine Pflicht in unserer Gesellschaft – eine Pflicht allerdings, deren Erfüllung auch viel zurückgibt."

 



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